Krankheitsbilder
Diabetes mellitus (Typ 2)
Ein Stoffwechselproblem mit vielen Facetten
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzucker dauerhaft erhöht ist. Ursache ist eine gestörte Wirkung des Hormons Insulin, das den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen transportiert.
Beim Typ-2-Diabetes entwickelt sich die Erkrankung häufig schleichend über Jahre. Oft zeigen sich zunächst leicht erhöhte Blutzuckerwerte, ohne dass die Kriterien für einen Diabetes erfüllt sind. Dieser Zustand wird umgangssprachlich manchmal als Prädiabetes bezeichnet.
Die Diagnose erfolgt durch Blutuntersuchungen, z. B.:
Nüchternblutzucker
HbA1c-Wert
Da frühe Symptome häufig fehlen, kommt der hausärztlichen Früherkennung eine zentrale Rolle zu.
Mit moderner Diagnostik, Ernährungstherapie, Medikamenten und engmaschiger Betreuung lassen sich die Werte meist gut stabilisieren. Unsere Praxis begleitet viele Patientinnen und Patienten langfristig und strukturiert.
FAQ
Häufige Fragen zu erhöhtem Blutzucker und Diabetes
Typische Symptome können starker Durst, häufiges Wasserlassen oder Müdigkeit sein.
Gerade beim Typ-2-Diabetes fehlen frühe Beschwerden jedoch oft, sodass die Diagnose meist über Blutzucker- und HbA1c-Werte gestellt wird.
Ein Diabetes liegt vor, wenn festgelegte Grenzwerte beim Nüchternblutzucker (Plasmaglucose über 126mg/dl), HbA1c (über 6,5 %) oder im oralen Glukosetoleranztest überschritten sind.
Bei grenzwertigen Befunden sind Kontrollmessungen empfohlen.
Erhöhte Blutzuckerwerte können auftreten, ohne dass ein Diabetes vorliegt. Sie gelten als Risikofaktor für Typ-2-Diabetes und sollten hausärztlich eingeordnet werden.
Ja. Die Leitlinien empfehlen vorrangig Lebensstilmaßnahmen, insbesondere:
angepasste Ernährung
regelmäßige Bewegung
Gewichtsreduktion bei Übergewicht
Die hausärztliche Begleitung erfolgt leitliniengerecht, bei Bedarf in Zusammenarbeit mit unserer Schwerpunktpraxis für Ernährungsmedizin.
Die Ernährung ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung bei erhöhtem Blutzucker und Typ-2-Diabetes.
Eine individuell angepasste Ernährungsberatung kann helfen, Blutzuckerwerte zu stabilisieren und Risiken zu senken.
Einzelne Messwerte zeigen nur Momentaufnahmen.
In bestimmten Fragestellungen kann eine zeitlich begrenzte Betrachtung von Blutzuckerverläufen hilfreich sein, z. B. im Zusammenhang mit Ernährung oder Bewegung.
Die Insulinresistenz beschreibt eine verminderte Wirkung von Insulin an den Körperzellen und ist ein zentraler Mechanismus bei der Entstehung des Typ-2-Diabetes.
Die Basis-Diagnostik bei Diabetesverdacht erfolgt in der Regel im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, z. B. durch:
Gesundheitsuntersuchungen (Check-up)
ärztliche Gespräche und Verlaufskontrollen
Bei gesicherter Diagnose ist die weitere Betreuung Bestandteil der Regelversorgung, einschließlich durch das Disease-Management-Programm (DMP Diabetes) - ein strukturierter Behandlungsplan Ihrer Krankenkassen mit enger hausärztlicher Anbindung mit dem Ziel langfristig den Blutzucker besser zu kontrollieren und Folgeerkrankungen zu reduzieren.
Ergänzend bieten wir ernährungsmedizinische Leistungen an, die der individuellen Vertiefung dienen.
Diese gehören teilweise nicht zur Regelversorgung und werden als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) angeboten.
Eine Bezuschussung durch die Krankenkasse ist in vielen Fällen möglich, wenn eine ärztliche Notwendigkeit besteht.
Eine entsprechende Bescheinigung stellen wir bei medizinischer Indikation aus.
bei auffälligen Blutzuckerwerten
bei familiärer Vorbelastung
bei Übergewicht oder Bewegungsmangel
bei anhaltender Müdigkeit oder Leistungsabfall
Die hausärztliche Abklärung ist der erste Schritt.
Typische Anzeichen sind starker Durst und häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, verschwommenes Sehen, Konzentrationsstörungen, trockene Haut. Viele Menschen haben lange keine oder nur sehr milde Symptome.
Das hängt stark von der Art des Diabetes und vom Stadium ab. Typ-2-Diabetes kann – besonders früh erkannt – oft ohne Medikamente gut kontrolliert werden. Das geschieht vor allem durch eine angepasste Ernährung, regelmäßige Bewegung, aber auch Schlaf & Stressmanagement können eine Rolle spielen.
Beim „Prädiabetes“ sind diese Maßnahmen oft sogar ausreichend, um die Entwicklung von Diabetes zu verhindern.
Mindestens alle drei Monate, bei stabilen Werten auch seltener.