Krankheitsbilder
Chronische Atemwegserkrankungen (COPD, Asthma bronchiale)
Wenn die Atmung zum Kraftakt wird
Asthma bronchiale und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) sind chronische Erkrankungen der unteren Atemwege, die zu Atemnot, Husten, Engegefühl in der Brust oder eingeschränkter Belastbarkeit führen können. Beide Erkrankungen sind häufig, unterscheiden sich jedoch in Ursachen, Verlauf und Behandlung.
Asthma bronchiale ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Bronchien. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf verschiedene Auslöser wie Allergene, Infekte, körperliche Belastung oder kalte Luft. Die Verengung der Atemwege ist variabel und meist vollständig oder weitgehend rückbildungsfähig. Beschwerden können anfallsartig auftreten, zwischenzeitlich kann die Atmung beschwerdefrei sein.
COPD ist eine dauerhafte, meist fortschreitende Erkrankung der Lunge, bei der die Atemwege chronisch verengt sind. Typisch sind anhaltender Husten, Auswurf und zunehmende Atemnot, besonders bei körperlicher Belastung. Die Einschränkung der Lungenfunktion ist nicht vollständig rückbildungsfähig. Wichtigster Risikofaktor ist das langfristige Einatmen von Schadstoffen, insbesondere Tabakrauch.
Da sich Asthma und COPD in der Therapie unterscheiden, ist eine frühzeitige und leitliniengerechte Diagnostik entscheidend. Diese erfolgt unter anderem durch eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie).
Als internistisch-hausärztliche Gemeinschaftspraxis sind wir Ihre erste Anlaufstelle bei Atemwegsbeschwerden und begleiten Sie entsprechend den AWMF-Leitlinien individuell und langfristig.
FAQ
Häufige Fragen
Die Abklärung erfolgt durch ein ärztliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung und eine Spirometrie, mit der die Lungenfunktion gemessen wird. So lassen sich Asthma, COPD und andere Ursachen von Atembeschwerden unterscheiden.
Die Behandlung richtet sich nach Diagnose und Schweregrad und erfolgt leitliniengerecht. Sie kann eine individuell angepasste medikamentöse Therapie, regelmäßige Kontrollen und die Überprüfung der Inhalationstechnik umfassen. Entscheidungen werden gemeinsam mit Ihnen getroffen.
Regelmäßige körperliche Aktivität ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung bei Asthma und COPD. Sie kann helfen, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. Wir besprechen mit Ihnen, welche Bewegung für Sie sinnvoll ist, und überlegen gemeinsam den Umgang mit möglichen Risikofaktoren.
Die Disease-Management-Programme (DMP) der Krankenkassen unterstützen Menschen mit chronischen Erkrankungen durch eine strukturierte, regelmäßige Betreuung. Wir übernehmen die Einschreibung und ärztliche Begleitung im DMP Asthma und COPD.
Asthma und COPD sind nicht heilbar. Eine ausgewogene, an die individuelle Situation angepasste Ernährung kann jedoch dazu beitragen, den allgemeinen Gesundheitszustand zu stabilisieren und einem körperlichen Abbau entgegenzuwirken.
Ergänzend bieten wir eine qualifizierte ernährungsmedizinische Beratung an. Diese erfolgt als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird von vielen Krankenkassen anteilig bezuschusst.
Atemnot, Husten, Engegefühl in der Brust, Belastbarkeitseinbußen.
Ja – mit konsequenter Therapie, Bewegung und regelmäßigen Kontrollen.
Asthma ist gut behandelbar, COPD ist nicht heilbar, aber gut stabilisierbar.