Spezifische Immuntherapie ( SIT)

wird auch Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung genannt. SIT bedeutet, eine Allergie durch regelmässige Spritzen mit der allergieauslösenden Substanz abzuschwächen. Das Immunsystem wird umgestimmt, es kommt zu einer Toleranz gegenüber der eigentlich harmlosen Substanz aus unserer Umwelt.

 

Ziel ist eine Minderung der Medikation, eine Besserung der Lebensqualität und Prognose. Der Übergang von Heuschnupfen zu Asthma kann verhindert werden.

 

Auch wenn bereits Asthma besteht, ist bei ausgewählten Patienten diese Therapie sinnvoll und anzustreben.

 

Der möglichst frühzeitige Einsatz dieser Therapie sichert den besten Therapieerfolg.

 

Bei der Mehrzahl der Behandlungen tritt eine Besserung der Beschwerden ein.

 

Prinzip: Das Allergen, also die Substanz, gegen die der Patient allergisch reagiert, wird in aufsteigenden Dosierungen unter die Haut gespritzt. Der Zeitliche Abstand beträgt anfangs eine Woche, im Verlauf wird dieser Abstand bis auf mehrere Wochen gesteigert. Die Behandlung wird vor der eigentlichen Allergiesaison durchgeführt und über 3 Jahre wiederholt. Der Therapieerfolg hält in der Regel 10 Jahre an, danach ist eine Wiederholung möglich. Bei ganzjährigen Allergenbelastungen, insbesondere bei Hausstaubmilbensensibilisierungen, kann der Start der SIT jahreszeitunabhängig individuell gewählt werden.