Gastroenterologische Onkologie

(Chemotherapie bei Tumorleiden)

 

Bei der gastroenterologischen Onkologie handelt es sich um ein Fachgebiet, das sich mit der Vorbeugung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von bösartigen Tumoren (Krebs) des gesamten Verdauungstraktes befasst.


In unserer Praxis legen wir dabei einen grossen Wert auf die Prävention, also Vorbeugung der Entstehung bösartiger Erkrankungen.
Dabei handelt es sich um so unterschiedliche Bereiche, wie z.B. die allgemeine Ernährungsberatung, oder um Erkennung, Behandlung und Beobachtung von zur Krebsentstehung führenden Vorerkrankungen, wie z.B. chronischer Säurereflux („Sodbrennen“) als mögliche Ursache für Speiseröhrenkrebs oder das Vorliegen einer chronischen Virushepatitis als potentielle Ursache einer Leberkrebserkrankung.


Die wichtigste Rolle bei der Darmkrebs-Prävention spielt dabei die bereits erwähnte Vorsorgecoloskopie.

 

Die Krebsdiagnostik erfolgt im Falle der Hohlorgane des Verdauungstraktes (Speiseröhre, Magen und Darm) mit Hilfe unserer moderner hochauflösender Pentax-Endoskope. Auch hier bemühen wir uns stets, bereits die Vorstufen, bzw. Frühformen der Krebserkrankung zu erkennen und endoskopisch zu beseitigen. Hilfreich dabei sind die von uns praktizierten modernen diagnostischen Methoden, wie z.B. die Chromoendoskopie, wobei verdächtige Veränderungen der Schleimhaut mit speziellen Farben angesprüht und dadurch viel besser erkannt werden können. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt die Minisonden- Endosonographie, wobei wir hochauflösende Miniatur-Ultraschallsonden durch den Arbeitskanal des Endoskopes bis zum untersuchten Ziel vorschieben können. Dadurch lässt sich z.B. die Eindringtiefe eines Tumors beurteilen.

 

Im Falle der übrigen Verdauungsorgane, wie z.B. Leber oder Bauchspeicheldrüse erfolgt die Diagnostik mit Hilfe eines modernen High-end Hitachi-Ultraschallgerätes. Unter günstigen Voraussetzungen lassen sich damit selbst nur wenige Millimeter kleine Veränderungen völlig nebenwirkungfrei lokalisieren.

 

Bei unklaren Veränderungen v.a. im Bereich der Leber bieten wir die ambulante Biopsie (Organpunktion) an. Dieser Eingriff kann mit örtlicher Betäubung, aber auch mit einer „Schlafspritze“ durchgeführt werden. Das mit einer Spezialnadel aus dem verdächtigen Organbezirk entnommene Gewebe wird dann vom Pathologen mikroskopisch beurteilt, wobei gutartige von bösartigen Veränderungen unterschieden werden können.


Liegt eine operationsbedürftige Tumorerkrankung vor, beraten wir die Patienten gerne über mögliche Therapieoptionen und verweisen je nach Lokalisation des Tumors auf entsprechende chirurgische Kompetenzzentren.

 

Nach Operation und der oft anschließenden Reha-Behandlung übernehmen wir auf Wunsch die weitere onkologische Weiter- und Nachbetreuung. Häufig wird eine s.g. adjuvante Chemotherapie, mit dem Ziel der Vernichtung etwaig vorhandener mikroskopischer Tochtergeschwülste (Metastasen) empfohlen. Diese Therapie wird z.B. bei Darmkrebs ab einem bestimmten Tumorstadium über insgesamt sechs Monate durchgeführt. Eine s.g. neoadjuvante Chemotherapie wird bei manchen Krebsarten, meist kombiniert mit einer Bestrahlung, bereits vor der Operation zur Verkleinerung des Tumors durchgeführt. Diese Therapieoption kommt vor allem bei fortgeschrittenen Enddarmtumoren und Magentumoren zum Einsatz. Die palliative Chemotherapie schließlich wird bei Patienten mit nicht operablen Tumoren oder Metastasen zur Verbesserung der Lebensqualität sowie Verlängerung des Überlebens durchgeführt.

 

Alle hier beschriebenen Arten der Chemotherapie können in unserer Praxis ambulant durchgeführt werden, wobei sich unser Vorgehen immer an den neuesten Richtlinien und wissenschaftlichen Vorgaben orientiert. Entsprechende Qualifikationen und große Erfahrung seitens der behandelnden Ärzte sowie der Mitarbeiter liegen vor. Um eine bestmögliche Therapie zu ermöglichen, werden die jeweiligen Patienten im Rahmen interdisziplinärer onkologischer Qualitätszirkel vorgestellt und besprochen. Im Rahmen solcher an Kliniken stattfindenden Konferenzen werden die jeweiligen „Fälle“ Krebsspezialisten anderer Fachrichtungen (z.B. Chirurgen oder Strahlentherapeuten) präsentiert. Gemeinsam bespricht man das optimale diagnostische und therapeutische Vorgehen. Unser Team nimmt an ständiger onkologischer Weiterbildung teil.

 

Wir legen größten Wert auf eine individuelle, freundliche und zügige Behandlung ohne lange Wartezeiten während der oft belastenden Chemotherapie. Unsere Patienten werden über die häufigsten Nebenwirkungen der Chemotherapie gründlich aufgeklärt und mit den wichtigsten Medikamenten zur selbständigen Einleitung einer Therapie im Notfall (wie z.B. Durchfall oder Erbrechen) ausgestattet.

Zum Service gehört ferner eine telefonische Notfall-Hotline für Chemotherapie Patienten.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Tätigkeit ist die supportive (unterstützende) Therapie. Dazu gehört in erster Linie eine entsprechende Prophylaxe der chemotherapiebedingten Übelkeit und des Erbrechens, sowie eine suffiziente Schmerztherapie. Ferner bieten wir eine spezielle Ernährungsberatung an und vermitteln auf Wunsch auch eine psychotherapeutische Betreuung.